Ramsch – Carabattola

JHM 272
2020

Pio Schürmann - p, spinet
Martin Wyss - b
Daniel Weber - dr
Robin Michel (guest) - electronics

1. Prozession 1 (3'44) / 2. Sfazù (9'22) / 3. Schreie und Flüstern (6'39) / 4. Schlummermorchel (7'36) / 5. Wabe (5'28) / 6. Prozession 2 (5'32) / 7. Baumgrenze (11'19)

Ramsch ist ein frei improvisierendes Trio aus Basel, das in seiner Live-Performance versucht, sozial relevante Kommunikationsformen mit musikalischen Mitteln hörbar, sichtbar, greifbar und damit erfahrbar zu machen. Musikalisch-improvisatorische Führungsansprüche wechseln in diesem Projekt sekündlich und werden innerhalb der Band-Interaktion nicht nur akzeptiert, sondern durchaus gefordert, zugeschrieben und oft auch provoziert. Drei Wochen lang haben sich die vier Musiker von der Abgelegenheit des Schweizer Poschiavo-Tals nahe der italienischen Grenze inspirieren und klanglich (ver-)führen lassen. Beginnend mit Feldaufnahmen der einzigartigen, sich schnell wandelnden atmosphärischen Stimmungen dieses Tals, kondensierten und transformierten die vier Improvisatoren die Klangergebnisse und brachten sie live in ihren musikalischen Diskurs ein: ein Bienenschwarm wird zum Walzwerk, die menschliche Stimme zum Gebirgsbach, Texturen verschmelzen, die Natur holt sich ihre Klänge zurück – der Unterstützung des spezifischen Ramsch-Mikroskops kann sie sich sicher sein.

(VÖ: 16.04.2020)

  • "Wild und unablässig wuselt es, wird interagiert, gefordert und gepusht, ein kollektives und lebhaftes Miteinander von Instrumenten, die in der Natur Gehörtes in klangliche Texturen umsetzen. [...] Auf geht's auf Hörwanderschaft - atemberaubende klangliche Landschaften und Aussichten sind garantiert. Entdeckerseelen werden belohnt." (Thomas Volkmann, Jazzpodium 5-6 2020: 67).
1
Prozession 1
2
Sfazù
3
Schreie und Flüstern
4
Schlummermorchel
6
Prozession 2